Wenn nicht wir – wer dann?

Den Artenschutz zum Beruf gemacht

Wenn nicht wir – wer dann?

Viele Menschen möchten gern etwas für den Naturschutz tun. Etwas, das direkt und vor Ort hilft. Das war auch die Motivation für unser diesjähriges MINT-Projekt. Wir wollen etwas für einheimische Vogel-und Insektenarten tun. Darum tüfteln die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a schon seit Wochen an selbstgebauten Nistkästen.

Am Donnerstag bekamen wir Besuch von jemandem, der diese „Tüftelei“ zu seinem Beruf gemacht hat: Herr Papenfoth von der Firma Schwegler in Schorndorf war bei uns zu Gast.

Er erklärte, worauf es bei den verschiedenen Nisthilfen ankommt und weshalb sein Großvater einst den besonderen Werkstoff „Holzbeton“ entwickelte: Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Holz zum Wiederaufbau und Heizen gebraucht. Das Einzige, was man noch in großen Mengen bekommen konnte, war Sägemehl. Mit Sand, Zement und Wasser ergab es eine formbare Masse, die gut aushärtete. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass dieses neue Material auch neue Vorzüge hatte. Es war robuster als reines Holz und trotzdem atmungsaktiv.

Über das Handwerkliche hinaus erfuhren wir auch interessante Details und lustige Geschichten:

…In Schleswig-Holstein gibt es eine „Teststrecke“ für Fledermauskästen.

…Insektenhotels aus Weichholz können zur tödlichen Falle werden: sie quellen bei Feuchtigkeit auf und zerquetschen die Larven, die sich in ihnen entwickeln sollen.

… Mauersegler sind echte Gewohnheitstiere: hängt man ihr Nest auch nur einen Meter weiter rechts oder links auf, finden sie es erstmal nicht.

…Eine Dame schickte völlig enttäuscht ein Igelhäuschen an die Firma Schwegler zurück, weil „sich da gar nix tut“. Beim Auspacken entdeckten die Mitarbeiter dann einen Igel im Winterschlaf!

…Fledermäuse und Mauersegler lassen sich vom Nistkasten aus nach unten fallen und fliegen dann los. Darum muss man diese Nisthilfen höher hängen als gewöhnlich.

…Männliche Zaunkönige bauen bis zu acht kugelförmige Nester. Die Herzensdame darf sich dann das schönste auswählen.

…Der schwerste Nistkasten wiegt bis zu 350kg – obwohl seine Bewohner selbst im Schnitt nur 1 kg wiegen. Es ist die Nisthilfe für Wanderfalken.

…Seitdem die Firma Schwegler auch an die Naturschutzbehörden in Norwegen liefert, ist sie offiziell ein „königlicher Hoflieferant“…Die Renovierung einer Schule in Berlin musste unterbrochen werden, weil unter der Dachverkleidung eine ganze Fledermauskolonie entdeckt wurde. Bis passende Ausweichquartiere geschaffen wurden, durften die Tierchen weiter in der Schule „abhängen“.…

Die Außenfarbe der Nisthilfen funktioniert nach dem Gore-Tex-Prinzip: Feuchtigkeit kann aus dem Nistkasten entweichen, aber Regen und Nebel können nicht nach innen gelangen.

…Glatte Nägel aus Aluminium schädigen Bäume nicht so schlimm wie andere Nägel – und sie führen beim Zersägen der Bäume nicht zu Brandunfällen.

…Es gibt tatsächlich Menschen, die einen Fledermauskasten „mit der dazugehörigen Fledermaus“ kaufen wollen!

Zum Abschluss zeigten wir Herrn Papenfoth einige unserer selbst-gebauten Insektenhotels und stellten ihm noch viele Fragen. Die vier Nisthilfen, die er als Anschauungsmaterial mitgebracht hatte, dürfen wir behalten und an geeigneten Orten aufhängen. Super! Wir freuen uns schon auf viele neue Tierbeobachtungen!

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